Alternative: Backpapier

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Es gibt so viele Einwegprodukte, die nicht unbedingt darauf ausgelegt sein müssen nur einmal verwendet zu werden. Eines dieser Produkte ist das Backpapier.

Sobald es kälter wird, läuft mein Backrohr zur Hochform an. Neben unzähligen Keksbackorgien wird es auch ständig für Geburtstagstorten, Sonntagsgugelhupf, Braten und Aufläufe verwendet. Glück kann man backen.

Gerade bei Keksen kommt bei mir als Unterlage meistens Backpapier aufs Blech. Es muss schnell gehen und der Teig muss sich leicht lösen lassen, damit schon die nächsten Kekse aufgelegt werden können und ich nicht so viel Energie verbrauche. Das Problem ist, dass normales Backpapier aus dem Supermarkt beschichtet und gebleicht ist. Es kann daher nicht über den Kompost oder Biomüll entsorgt werden.

 

Damit ich meine Kekse mit gutem Gewissen backen kann, habe ich die folgenden nachhaltigeren Alternativen gefunden:

 

Wiederverwenden

Der erste Schritt in die richtige Richtung ist es das Backpapier öfter zu verwenden. Wenn es nicht gerade in Öl herausgebackene Chips waren, kann das Blatt auf alle Fälle noch einmal verwendet werden. Wenn nicht auf dem Backblech, dann vielleicht als Einlage in einer Tortenform. #reuse

Wichtig ist nur zu beachten, dass eine Beschichtung aus Quilon nicht länger als eine halbe Stunde bei 200°C im Rohr sein soll. Die Versiegelung aus Chrom(III)Salzen und Fettsäuren könnte sonst reagieren. Eine bessere Alternative ist eine Silikonbeschichtung.

 

Kompostierbares Backpapier

Eine nachhaltigere Alternative ist kompostierbares Backpapier. Es ist nicht gebleicht und funktioniert genau gleich wie herkömmliches Backpapier. Statt einer Beschichtung aus Quilon, haben diese auch eine aus Silikon. Zu kaufen gibt es diese ökologischere Alternative zum Beispiel hier oder hier.

 

Dauerbackpapier aus Silikon

Langlebig, aber nicht ganz unumstritten, sind Backunterlagen aus Silikon. Wichtig ist die richtige Herstellung, damit keine Stoffe während des Backens abgegeben werden. Qualität zahlt sich hier wieder einmal aus! Zudem ist die Entsorgung der Silikonmatten nicht ganz leicht. Auf diese Alternative sollte wenn möglich auch verzichtet werden. Außer man hat sie schon zu Hause. Wenn der Müllaspekt im Vordergrund steht, ist es allerdings eine annehmbare Möglichkeit. Zu kaufen gibt es diese zum Beispiel hier.

Eindeutig umweltbelastend ist hingegen die Dauerbackfolie oder das Backtrennpapier mit Teflonbeschichtung. Da können nicht nur während des Backens giftige Stoffe abgeben, sondern auch die Herstellung und Entsorgung ist höchst problematisch. Wenn geht, vermeiden!

 

Einfetten

Die umweltschonendste Variante ist immer noch einfach einfetten. Wenn die Formen oder Bleche mit genügend Butter oder Öl eingefettet werden, ist das Ablösen kein Problem mehr. Mir reicht mittlerweile eine durchgehende Schicht Fett, aber natürlich kann man die Formen auch noch mit Mehl ausstreuen. Dann bleibt sicher nichts mehr kleben.

Je nach Fett ist das nicht nur eine Alternative ohne Müll, sondern wenn gewünscht auch vegan (Rapsöl, Maiskeimöl, Kokosfett,…).

 

Gibt es noch Alternativen, die ich nicht kenne?

 

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