Warum Bienen immer „More than honey“ sind

the green walnuts - bees more than honey
Gerade wenn die Gärten am Überquellen sind und die Bäume voller Früchte, denke ich an die Bienen, denn ohne sie wäre die Obsternte um einiges ärmer. Bienen zu schützen kann so einfach sein. Hast du Lust mitzumachen?

Albert Einstein wird zugeschrieben gesagt zu haben, „Wenn die Bienen einmal von der Erde verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Klingt sehr bedrohlich und plakativ, nicht wahr? Ob er es nun gesagt oder gar berechnet hat (wie?!), ist eigentlich nicht so wichtig, denn dass Bienen wichtig für die Landwirtschaft sind, steht außer Frage.

Laut FAO sind 75% der weltweiten Nutzpflanzen zumindest zum Teil von Bestäubung und damit auch von Bienen abhängig. Möchtest du auf 2/3 deiner Nahrungsmittel verzichten oder weiterhin Kaffee, Schokolade und Äpfel genießen können?

Mit einfachen Änderungen kannst auch du etwas für den Erhalt der Bienen tun!

 

the green walnuts - save the bees

 

Warum hört man überall vom weltweiten Bienensterben?

 

Spätestens jetzt muss ich den Film „More than honey“ erwähnen.

Große, große Filmempfehlung! In eindrucksvollen Bildern wird gezeigt, wie die Honigbiene um ihr Überleben kämpft. Schuld daran sind vor allem Pestizideinsatz, Monokulturen und die Verbreitung von Krankheiten, wie der Varroamilbe, durch Massenhaltung der Bienenstöcke inklusive interkontinentalem Transport.

Meine erste Assoziation mit Bienen war nicht unbedingt das Bild eines Nutztieres… Doch besonders die großflächige industrielle Nutzung der Honigbiene macht ihr zu schaffen. Wie überall, kann auch Honig weit ökologischer und nachhaltiger produziert werden.

 

the green walnuts - bienenfutter

 

Was kannst du tun, um Bienen zu schützen?

 

Ob Land oder Stadt, Bienen sind für Pflanzen überall wichtig. Nicht nur in Wiesen und Feldern, sondern auch im Stadtgarten freut man sich über das emsige Summen zwischen den Blüten.

 

Hier habe ich einige Vorschläge für alle Regionen gesammelt, um sich nachhaltig für Honig- und Wildbienen einzusetzen:

 

Bio-Lebensmittel kaufen.

Indem du biologische Landwirtschaft unterstützt, werden keine gefährlichen Pestizide verwendet, die Bienen schädlich werden könnten. So einfach kann es gehen.

 

Bienenfutter pflanzen.

Auch wenn man keinen großen Garten hat, reicht ein kleines Eck mit „Bienenfutter“. Anstatt alles abzumähen, kann man in einem Eck die Blumen und Kräuter stehen lassen. So ein englischer Rasen sieht auch wirklich fad aus, oder? 😉

Auf Fensterbrett, Balkon oder Terrasse reicht auch schon ein Blumenkisterl.

Besonders geeignet sind Pflanzen mit viel Nektar oder Pollen, am besten natürlich heimische Arten. Lavendel, Salbei, Oregano, Rosmarin und Co. können dann auch gleich für die menschliche Nutzung weiter verwendet werden. Die Bienenoase hat dankenswerterweise eine lange Liste mit geeigneten Pflanzenarten für alle Jahreszeiten bereitgestellt.

Ideal ist eine Mischung an Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeiten blüht, damit die Bienen das ganze Jahr über Futter vorfinden. Je vielfältiger, desto besser. Obstbäume, Himbeeren, Brombeeren, Thymian und was dir noch gefällt, schmecken dir und den Bienen 😉

Notiz am Rande: nicht nur Bienen sind fleißige Bestäuber, sondern auch Hummeln – die Bienen im Pelz <3 Zwar kann der gesammelte Honig nicht zum Verzehr verwendet werden, aber dafür bestäuben sie noch mehr Blüten als Bienen! Sie sind nicht nur wunderschön und nützlich, sondern stechen auch nur, wenn man sie provoziert.

 

the green walnuts - hummel

 

Keine Pestizide und Insektizide verwenden.

Im eigenen Garten auf Insektizide zu verzichten, bedeutet weniger Gefahr für Wild- und Honigbienen. Bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingen gibt es so gut wie immer auch ökologische Alternativen.

 

Insektenhotels oder Bienentankstellen aufstellen.

Bienen gibt es nicht nur im großen Volk, sondern auch als Solitärbienen. Genau genommen gibt es über 700 Wildbienenarten (Hummeln <3), die in Österreich Gärten bestäuben. Weltweit sind es sogar über 20.000 Arten!

Ohne Unterschlupf werden sie allerdings nicht lange bleiben oder ganz aussterben.

Nistplätze sind leichter geschaffen, als du vielleicht denkst. Blumenwiesen, Totholzhaufen oder auch künstliche Nisthilfen unterstützen ihren Erhalt. Insektenhotels oder Bienentankstellen können sogar fix und fertig gekauft werden.

Wie du selbst eine Bienentankstelle bauen kannst, erklärt dir die umweltberatung.

Dabei nicht auf Wasserstellen vergessen!

 

Honig bei regionalen Imkern kaufen.

Lokal produzierter Honig unterstützt nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern verhindert auch weiten Transport der Bienenstöcke, wie in den USA.

 

Bienenstöcke mieten.

Ganze Bienenstöcke kann man sich z.B. bei Bienenpatenschaft.at für 2 Monate, bei BioBienenmann für eine ganze Saison oder bei rent a bee ganz individuell lang mieten.

Ganz wichtig: Bevor man sich Bienen in den eigenen Garten stellt, MUSS man zumindest eine Einschulung, besser noch eine Imkerausbildung machen. So ein Bienenstock ist kein 0815-Hobby, sondern bringt eine gewisse Verantwortung mit sich. Wer es lieber weniger aufwändig hat, kann immer noch eine Patenschaft übernehmen oder bienenfreundliche Pflanzen setzen.

 

the green walnuts - bienenstöcke mieten

 

Patenschaften übernehmen.

Gegen finanzielle Unterstützung bekomm man die Gewissheit quicklebendiger Bienen, Honig sowie Einblick und Besuch beim Bienenstock. Wer noch mehr machen will, kann auch einen geeigneten Platz anbieten: in der Stadt oder im eigenen Garten.

 

Wie unterstützt du Bienen? Was könnte man noch machen?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.