Alternative: Shampoo

Alternative Zero Waste Shampoo
Eine der häufigsten Plastikverpackungen in einem Haushalt ist sicherlich die Shampoo-Flasche. Dabei gibt es ganz viele verpackungsfreie Möglichkeiten saubere Haare zu bekommen.

Alternativen für Haare waschen ohne große Abfallberge gibt es hier zu lesen:

 

Weniger oft waschen.

Herkömmliche Shampoos können problematische Konservierungsmittel, Silikone und allergieauslösende Stoffe enthalten (wie bei mir…). Sie können nicht nur unseren Körper, sondern auch die Umwelt unnötig belasten. Falls das für dich keine Gründe sind von handelsüblichen Shampoos wegzugehen, aber du trotzdem dein Abfallaufkommen reduzieren möchtest, beginne mit dem ersten Schritt: weniger oft waschen. Das kommt den Haaren und der Geldbörse ebenso wie der Ressourcenschonung zu Gute. Für die Anpassungsphase der Haare gibt es sogar ganz einfache Trockenshampoos zum Selbermachen.

 

Hartes Shampoo und Haarseife.

Wenn du auf altbekannte Shampoo-Marken verzichten kannst, gibt es Shampoos auch in harter Form zu kaufen. Ich habe harte Shampoos schon bei Sonnengrün, Lush und den Wiener Unverpackt-Läden gesehen (z.B. Der Greissler). Sie sehen aus wie Seifen, enthalten aber die selben Inhaltsstoffe wie herkömmliche Shampoos.

Im Gegensatz dazu gibt es spezielle Haarseifen, die auf die Bedürfnisse der Haare angepasst wurden und aus natürlichen Materialien hergestellt werden. In Wien findet man diese zum Beispiel bei Alles Seife am Naschmarkt oder Machma Seife im 2. Bezirk, Nähe Taborstraße. Haarseifen werden in der Hand angefeuchtet und der Schaum dann wie Shampoo in den Haaren verteilt. Wenn du die Seife direkt auf dem Kopf verreibst, kannst du deine Haare richtig schön verfilzen.

 

Natron und Essig.

Wer es noch natürlicher und einfacher mag, kann auch auf Natron und Essigspülung umsteigen. Ich persönlich finde Natron zu aggressiv für die Haarwäsche, aber es gibt viele die darauf schwören. Natron gibt es idealerweise auch verpackungsfrei zu kaufen. Das Verhältnis von Natron und Wasser wird von allen etwas anders gehandhabt, wie du hier nachlesen kannst.

Die Haarspülung mit Apfelessig kann ich hingegen nur empfehlen. Insbesondere, wenn man von herkömmlichen Shampoos auf natürliche Methoden umsteigt und einen Conditioner für etwas strohige Haare braucht. Keine Sorge, die Haare riechen nicht nach Essig, wenn man sie gut genug ausspült.

 

Wascherde oder Lavaerde.

In der Apotheke oder im Reformhaus bekommt man im eigenen Gefäß (oder im Karton) Lavaerde oder Wascherde zu kaufen. Ich hab es noch nie ausprobiert, aber schon oft gehört, dass auch diese verpackungsfreie Methode schöne Haare machen soll 😉

 

Roggenmehl.

Mir kommt es so vor, als würde Roggenmehl zum Haare waschen immer populärer werden. Für eine Zero Waste Beauty Routine ist es natürlich wunderbar, denn du brauchst nur Roggenmehl und Wasser. Als Tipp: kein Vollkornmehl nehmen, das klumpt eher. Genaue Erfahrungsberichte und Anleitungen gibt es auf Smarticular und von Shia auf Wasteland Rebel zu lesen.

 

Nur Wasser.

Am meisten Ressourcen spart man mit der Verwendung von Wasser alleine. Ich nehme an, der Umstieg ist nicht gerade kurz, aber die Bad Hair Days sind am Ende lohnenswert. Wer wissen möchte, wie man besonders fettige Haare und sonstige Probleme bekämpft, liest am besten hier nach. Ich habe damit absolut keine langfristige Erfahrung, da ich immer viel zu ungeduldig bin.

 

Welche Ideen habt ihr noch, um verpackungsfrei Haare zu waschen?

 

Andere plastikfreien Alternativen gibt es hier für Einwegrasierer, Taschentücher und Kaugummi.

Kommentare

  1. kathomisweltamsonntag

    Das mit dem Apfelessig gegen strohige Haare klingt cool – muss ich unbedingt ausprobieren! Hab nämlich hier in einem free shelve (zero waste lebe hoch 😍) eine Haarseife gefunden und die jetzt dem Härtetest unterzogen: Ein Monat lang jeden Tag (manchmal zweimal) Haare waschen nach ca. 2 Stunden Salzwasser-/Sonnenbelastung. Hab immer wieder nur mit Wasser gewaschen, aber meistens mit Haarseife und nach drei Wochen konnte ich die Haare kaum mehr durchkämmen, so strohig waren sie… Aber vielleicht muss ich einfach ab und zu Apfelessig rein geben 🙂 Wollte auch mal Kokosöl ausprobieren, das gibts hier in „superöko“ überall und soll angeblich auch gegen trockene Haare helfen.. Mal schauen, wies wirkt – ich werd berichten! 🙂

    1. Autor
      des Beitrages
      Sophie

      Hahaha 😀 das kann ich mir vorstellen!!! Kokosöl hab ich auch schon gehört, auch alle möglichen anderen Öle. Du hast ja da Glück und sitzt an der Quelle… Ich weiß nicht wo hier die nächste Kokosnuss wächst 😛 Aber die kriegst du bei dir vermutlich leichter als Apfelessig – wobei, gibts bei dir jetzt auch noch die Südtiroler-Äpfel? Essig kann man ganz leicht selbst machen ^^ Viel, viel Glück beim Haare entstrohen 😀 Auf den Fotos sieht man es übrigens nicht 🙂

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