Bewusster Adventkalender | Tag 3: Christkindlmarkt

Bewusster Adventkalender - 3
Schon Pläne für den Sonntag? Lange schlafen, Brunch, Zeitung lesen und dann vielleicht auf einen Christkindlmarkt?

Auf einem typischen Wiener Adventmarkt wirst du funkelnde Lichter, Glühwein, liebevolles Handwerk und unter Umständen auch jede Menge Müll sehen. Die meisten Marktbesucher werden sich davon nicht gestört fühlen, aber wenn du hier auf dem Blog gelandet bist, könnten die überquellenden Abfalleimer dir womöglich die Adventstimmung trüben.

Bei meinem letzten Besuch auf dem Christkindlmarkt hat mich eine Freundin gefragt, ob ich überhaupt hingehen will – wegen „kein Müll“ und so. 😀

Freunde, die sich darüber Gedanken machen, muss man erst einmal finden! <3 Aber natürlich lasse ich mir den einen oder anderen Marktbesuch nicht entgehen. Wie immer, heißt es gewappnet sein:

 

 

 

Zero Waste Besuch auf dem Christkindlmarkt.

 

Nachhaltige Marktstände auswählen.

Eins vorweg: unterstütze Verkäufer, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Lass dein Geld bei der Verkäuferin, die nicht schon auf den ersten Blick in Wegwerfgeschirr untergeht.

#votewithyourmoney

 

Punsch und Glühwein.

So ein Glück aber auch: Punsch und Glühwein wird auf allen (mir bekannten) Wiener Adventmärkten im Pfandsystem ausgeschenkt, woho!

Geht ganz einfach: bestellen, Getränk plus Pfand zahlen, trinken und Häferl wieder zurück bringen, um das Pfandgeld retour zu bekommen. Nichts leichter als das! Wer seinen Becher nicht zurück bringt, kann ihn sich behalten und zu Hause weiter verwenden.

Sollte es kein Pfandsystem geben, kannst du immer noch den eigenen Thermobecher mitbringen 😉

 

Essen.

Oh, diese Waffeln und Crépes. Zu keiner anderen Jahreszeit habe ich so ein Bedürfnis nach warmen Süßspeisen. Meistens gibt es diese Köstlichkeiten auf einem Pappteller mit Einwegbesteck. Wenn man Glück hat, ist das ganze aus recycelbarem Papier und Holz. Aber vielerorts gibt es immer noch die leidige Plastikvariante.

Lösung des Problems? Eigener Teller und eigenes Besteck 😉 Die Edelstahldose schnell zum Teller umfunktionieren. Oder vielleicht kann man noch einen wiederverwendbaren Teller in der Handtasche verstauen.

Wenn man nichts mitgebracht hat, dann bittet man einfach darum, den Erdäpfelpuffer nur in einer Papierserviette zu bekommen. Äußerst praktisch ist eine Stoffserviette oder eine Stofftaschentuch: schnell ein Brezel einpacken lassen oder die dreckigen Finger abwischen. Multitalent!

 

Geschenke.

Die Holzhütten sind aber nicht alle für die Gastronomie reserviert, sondern voll mit potentiellen Geschenken. Je nach Markt findet man viel selbstgemachtes Handwerk. Aus allen möglichen Gründen würde ich um die Ramschhütten einen Bogen machen und mich auf die nachhaltigeren Anbieter konzentrieren – sozial und ökologisch fair. Schmuck, Teetassen, Kerzen, Holzbesteck und so viel mehr. Wer noch auf der Suche nach kleinen Weihnachtsgeschenken ist, kann auch hier fündig werden.

 

Wie immer gilt: fragen kostet nichts und wenn man trotz Bitte eine unerklärbare Plastikfolie um den Erdäpfelpuffer bekommt, nicht die weihnachtliche Stimmung versauen lassen.

Progress, not perfection.

 

Was gefällt dir auf den Christkindlmärkten am allerbesten? 🙂

 


Nicht vergessen, zum Nachhaltigen Blogger-Adventskalender geht es hier entlang.

 

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